MITGLIEDER

Die Bürgergenossenschaft als neuer Träger des Bahnhofs

Bislang steht der gemeinnützige Verein „Löhne Umsteigen – Der Bahnhof e.V.“ als vorläufiger Träger des Verfahrens für die Entwicklung des Bahnhofprojekts zur Verfügung. Auch das Ehepaar Di Fede als jetzige Eigentümer arbeiten hier sehr positiv und offen mit. Der Verein ist unabhängig von allen politischen, religiösen o. a. weltanschaulichen Richtungen, und alle Bürger sind herzlich als Mitglied und zur Mitgestaltung eingeladen.

Mitglieder_PS

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DER VORSTAND v.l.n.r. :
Günter Langemeyer, Egon Schewe, Klaus Hambruch, Hans-Dieter Falkenstern, Irene Esser, Hans Wilhelm Bökamp, Ulrich Niemeyer, H.-D. Held, Günter Willig (1.Vorsitzender)

nicht im Bild: Manuel Stuke(Kassierer) und Eckhard Teisman 

 


 

Längerfristig bietet sich aber für den umfangreichen Umbau und weiteren wirtschaftlichen Betrieb mehr die Rechtsform einer Genossenschaft an. Der Grundgedanke "Mehrere kleine Kräfte vereint bilden eine große." hat sich über 150 Jahre bewährt. Ihr Vorteil liegt in zweifacher Richtung:

Einerseits findet hier eine Form des gemeinsamen Wirtschaftens statt, bei der jedes einzelne Mitglied Geld gewinnbringend anlegen kann und zugleich der Gemeinschaft und der Bürgerschaft als Ganzem dient.
Andererseits gibt es bei den wichtigen Unternehmensentscheidungen ein klar demokratisches Prinzip, denn letztlich entscheidet die Mitgliederversammlung, in der jedes Mitglied eine Stimme hat, über alle grundlegenden Fragen des Betriebs. Auch das Stammkapital für das Projekt Bürgerbahnhof soll durch die Geschäftsanteile der Mitglieder zusammenkommen.

Dabei sind diese Genossenschaftsanteile keine Spenden, sondern Kapitalanlagen. Diese können weiterverkauft oder unter Einhaltung der festgesetzten Fristen auch wieder gekündigt werden, um den Anteil am Geschäftsguthaben wieder ausgezahlt zu bekommen.
Eine Besonderheit des Bürgerbahnhofs Löhne besteht weiterhin darin, dass mit den Baumaßnahmen erst begonnen wird, wenn die vorher festgelegte Eigenkapitalquote erreicht ist. Die Genossenschaft wird sich also in der ersten Phase vorrangig um das Einwerben von Geschäftsanteilen bemühen. Das bedeutet, wer sich rechtskräftig zum Erwerb von Anteilen verpflichtet, muss erst nach Aufforderung den gezeichneten Betrag einzahlen. Nur mit dem Erreichen der Eigenkapitalquote wird die Genossenschaft auch Eigentümerin des Bahnhofs.
Wird die Eigenkapitalquote aber nicht erreicht, entfällt auch die Zahlungsverpflichtung für das Genossenschaftsmitglied. Für dieses wird damit eine nicht mehr zu übertreffende Sicherheit der Kapitalanlage erreicht.

Genossenschaften haben durch ihre interne Struktur mit Vorstand, Aufsichtsrat und Mitgliederversammlung eine sehr hohe soziale Kontrolle. Hinzu kommt eine regelmäßige, intensive Prüfung durch den Genossenschaftsverband.
Im Gegensatz zu spendenbasierten Projekten sind Bürgergenossenschaften darauf ausgerichtet, den Einsatz für das Gemeinwohl mit einer angemessenen Rendite zu belohnen, damit es sich für die Genossenschaftsmitglieder lohnt, ihr Geld hier zu investieren.
Die größte "Belohnung" wird es allerdings sein, stolz darauf sein zu können, an diesem, auch historisch, wichtigen Projekt teilzuhaben und Löhnes Innenstadt durch einen sanierten und positiv belebten Bahnhof aufzuwerten.

 

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Auch eine Bürgergenossenschaft muss wirtschaftlich denken und handeln. Wichtig ist dabei aber auch die Nachhaltigkeit der Investition. Im Gegensatz zu vielen heutigen Investorenprojekten ist eine Bürgergenossenschaft auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das investierte Geld muss sich nicht in kurzen Zeiträumen rentieren. Ziel ist, den Bahnhof in Bürgerhand langfristig zu sichern. Der Erhalt des bautechnisch soliden Gebäudes passt gut zum Genossenschaftsgedanken. Das sanierte Gebäude kann –  vor allem, wenn es von der Genossenschaft sinnvoll bewirtschaftet und gepflegt wird, noch viele Jahrzehnte das Bild der Innenstadt prägen.

 

Finanzierung

Vor dem Hintergrund der Größe der Räumlichkeiten und des entstandenen hohen Renovierungsbedarfs braucht es mehrere Säulen der Finanzierung:
Öffentliche Förderung durch staatliche Programme in maximaler Höhe von 80%. Hierfür bestehen Arbeitskontakte zu Fachministerien des Landes NRW und zur Bezirksregierung.
Anteile aus einer gut mit der besonderen Identität der „Eisenbahnerstadt“ verbundenen und breit in der Bevölkerung verankerten Bürgergenossenschaft
Sponsoring durch heimische Firmen und Privatpersonen
Einnahmen aus Vermietung und Nutzungsgebühren der Räume

 

Werden Sie Mitglied ...

Ich unterstütze die Ziele des Vereins
Löhne umsteigen – Der Bahnhof e.V.:

  • Erhaltung und Entwicklung des Löhner Bahnhofsgebäudes als historisches Denkmal im Zentrum der Stadt
  • Weiterer Ausbau und gemeinnütziger Betrieb des Bürgerbahnhofs als Genossenschaft im Rahmen eines realistischen Nutzungskonzepts
  • Förderung von Identifikation, Gemeinsinn und Integration der Bürgerschaft durch das Beispiel und Programm des Bahnhofs
Adobe_PDF_file_icon_32x32Mitgliedsantrag
Adobe_PDF_file_icon_32x32Unterstuetzerliste
Adobe_PDF_file_icon_32x32Satzung des Vereins Löhne umsteigen

 

LÖHNE UMSTEIGEN – DER BAHNHOF

Initiativkreis zur Erarbeitung eines Konzeptes und Finanzierungsplans

für eine Umgestaltung und Nutzung des Löhner Bahnhofs

Kontakt: Ulrich Niemeyer │ Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Löhne

Telefon 05732 100265 │ Fax 05732 100626 │ u. niemeyer@loehne.de

Version 1.5   I  10.10.2016