„Löhne umsteigen – Der Bahnhof“ e.V.

Die Idee: Der Erhalt und Ausbau des Bahnhofs in Bürgerhand

Für kaum eine Stadt im Lande haben der Bahnhof und die Eisenbahn in Löhne eine so weitreichende Bedeutung für die historische Entwicklung und für das Selbstverständnis der Bürger. So berührt der drohende Verfall des großen Bahnhofsgebäudes – zentral und prägend im Stadtmittelpunkt gelegen – die Löhner Bürger in besonderer Weise. Vor diesem Hintergrund entstanden hier die Idee und der Verein „Löhne Umsteigen – Der Bahnhof“ für das Ziel des Erhalts und Ausbaus des Löhner Bahnhofsgebäudes in Bürgerhand.

Zur Geschichte: Eine junge Stadt und ihr altehrwürdiger Bahnhof

Auf dem Gebiet der 1969 gebildeten Stadt Löhne befanden sich mehr als ein Jahrhundert zuvor nur einige stark verarmte Landgemeinden, als 1845 bis 1847 hier die Köln-Mindener Bahn gebaut und eröffnet wurde. Bereits 1855 folgte die Eröffnung einer zweiten Bahnstrecke von Löhne nach Osnabrück und Rheine sowie in 1875 als dritte Strecke die Linie Löhne-Hameln und Hildesheim. Aus diesem Knotenpunkt entwickelte sich die große überregionale Bedeutung des Umsteigebahnhofs Löhne. Erich Maria Remarques berühmter, bald auch verfilmter, Roman „Im Westen nichts Neues“ setzte mit der den Rekruten im ersten Weltkrieg eingeschärften Parole „Löhne umsteigen!“ international ein Denkmal. Aus der Eisenbahn entwickelte sich nicht nur der heutige zentrale Stadtteil „Löhne-Bahnhof“ mit 6.500 Einwohnern als damals völlig neue Siedlung, sondern auch der größte Güter- und Verschiebebahnhof in Ostwestfalen mit maximal 1500 Beschäftigten. So bildete der Bau der Eisenbahn den Auftakt für neue Beschäftigung und wirtschaftlichen Aufbau; ohne die Bahn hätte es die heutige Stadt Löhne mit ihren 40.000 Einwohnern und ihrer Wirtschaftskraft nicht gegeben.

Auch wenn die Bedeutung und der Betriebsumfang des Personen- und vor allem des Güterbahnhofs spätestens seit den 1960er Jahren drastisch abgenommen haben, bleibt Löhne im Bewusstsein ihrer Bürger doch weiter als „die Eisenbahnerstadt“ bestehen. Ebenso bildet das große, historische Bahnhofsgebäude von 1916 nach wie vor einen unverzichtbaren Teil im Zentrum der noch jungen Stadt Löhne. Leider konnten aber hier weder der Denkmalsschutz noch die wechselnden Besitzverhältnisse den baulichen Verfall verhindern.

Die Situation heute: „Löhne umsteigen“ mit neuer Bedeutung

Vor diesem Hintergrund erhält die altbekannte Parole „Löhne umsteigen!“ heute eine in mehrfacher Hinsicht neue Bedeutung für Löhne und das Bahnhofsgebäude.

  • Die Deutsche Bahn hat sich seit Jahrzehnten als verantwortlicher Eigentümer aus dem größten Teil des Löhner Bahnhofs zurückgezogen. Das einst repräsentative Gebäude verfällt zusehends; Vandalismus und Angsträume sind weitere negative Folgen.
  • Seit 2013 befindet sich der Bahnhof jedoch in privater Hand des Ehepaars Di Fede, das sich im Rahmen seiner Mittel uneigennützig und mit großer Offenheit, für neue Formen der Nutzung engagiert. – Gleichzeitig bildete sich der Verein „Löhne umsteigen. – Der Bahnhof“, der in enger Kooperation mit dem neuen Eigentümer ein Konzept für die Vollsanierung, die neuartige Belebung und nachhaltige Nutzung des Bahnhofsdenkmals entwickelt.
  • Ausdrücklich unterstützt wird dieses Projekt auch vom Löhner Bürgermeister und dem Rat, wobei jedoch die Stadt hier vorerst keine neuen finanzwirtschaftlichen Verpflichtungen eingehen kann.
  • Zwischen den Akteuren abgestimmt ist daher mittelfristig das Konzept einer offenen, breit aufgestellten Bürgergenossenschaft als zukünftiger Träger des Bahnhofsbetriebs. Dieser gehört als fester Bestandteil in das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) für die Stadt Löhne.
  • Damit bestimmen jetzt bürgerschaftliche Verantwortung und örtlicher Gestaltungswille die neue Entwicklung des lange vergessenen und ruinös vernachlässigten Löhner Bahnhofs.

DAS KONZEPT

Löhner Bahnhof

LÖHNE UMSTEIGEN – DER BAHNHOF

Initiativkreis zur Erarbeitung eines Konzeptes und Finanzierungsplans

für eine Umgestaltung und Nutzung des Löhner Bahnhofs

Kontakt: Ulrich Niemeyer │ Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Löhne

Telefon 05732 100265 │ Fax 05732 100626 │ u. niemeyer@loehne.de

Version 1.5   I  10.10.2016

Löhner Bahnhof
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